Der Erstfrühling beginnt

Mit der Forsythienblüte beginnt der Erstfrühling. Er folgt auf den Vorfrühling. Auch Windröschen, Lerchensporn, Bingelkraut, Narzissen, Schlüsselblume, Scharbockskraut, Traubenhyazinthe und Lungenkraut erblühen z.B. zu dieser Zeit. Hier im Süden von Bayern war das in diesem Jahr in der 2. Märzhälfte.

Jeder kennt und liebt sie, die Schlüsselblume, Primula elatior.

Weniger bekannt, das Bingelkraut, Mercurialis perennis, das in lichten Laubwäldern blüht. Es gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae.

Oftmals in auffälligen Mengen zu finden und sehr schön aussehend – der Lerchensporn. So genannt, weil seine Blüten einen Sporn besitzen. Hier Corydalis cava, der Hohle Lerchensporn, die Tragblätter der Blüten sind ganzrandig. Er gehört zu den Mohngewächsen, Papaveraceae, sieht vom Blütenbau her allerdings völlig anders aus.

Scharbockskraut, Ficaria verna. Es ist sehr reich an Vitamin C und wurde in früheren Zeiten zur Vermeidung von Skorbut verwendet.

Auftakt ins Krautgartenjahr – Tomaten gesät

Tomaten sollte man unbedingt bis Anfang April gesät haben, da sie zur Keimung ca. zwei Wochen benötigen und dann auch genügend Zeit brauchen, um zu schönen, kräftigen Tomaten-Pflänzchen heranzuwachsen. Also habe ich meine beiden Sorten, Hilmar und Diplom, beides frühe Stabtomaten, gesät.

Wärme zum Keimen

Sie stehen im warmen Wohnzimmer, da sie zum Keimen gerne Temperaturen von um die 20 Grad haben.

Überraschung – bereits nach sechs Tagen waren die Keimlinge da.

Licht zum Wachsen

Die Keimlinge brauchen viel Licht, damit sie nicht in die Länge wachsen, sondern starke Stängel bekommen und kompakt bleiben. Teilweise nutze ich eine Pflanzenleuchte, teilweise stehen sie an einem hellen Ostfenster, Südfenster mit praller Sonne werden wohl auch nicht das Richtige sein. Keimlinge in der Wohnung sind nie ideal zu ziehen, aber mangels anderer Möglichkeiten muss es so gehen.

Ins Freie?

Wenn die Temperaturen über 10 Grad bleiben, können die Keimlinge auch tagsüber nach draußen umziehen, aber das wird wohl noch eine Weile dauern.

Immer noch Vorfrühling

Außerhalb der Gärten ist der Frühling steckt der Frühling noch in den Startlöchern. Die Pflanzenwelt ist phänologisch immer noch im Vorfrühling.

Während Hasel, Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, Christrosen und Winterlinge im Münchner Raum schon am Ende ihrer Blüte angelangt sind, sind Kornelkirsche, Salweide und Huflattich in voller Blüte. Bienen, Hummeln und die ersten Schmetterlinge nutzen das Nahrungsangebot. Ein Kleiner Fuchs saß in der Weide und am Wegrand flogen viele, viele Zitronenfalter.

Einige Pflanzen des Vorfrühlings habe ich, außer im Garten, noch gar nicht blühen sehen. Z.B. Leberblümchen. Auch die Blüte der Eibe ist noch nicht fortgeschritten. Wir müssen uns noch in Geduld üben, bevor der Frühling so richtig einkehrt.


Salweide, Salix caprea, in voller Blüte, umschwirrt von Bienen.

Blütenbesucher am Weidenkätzchen.

Huflattich, Tussilago farfara, bildet einen gelben Saum an Wegrändern im Laubwald.

Eine Hummel nutzt das Nahrungsangebot des Huflattich.